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Der neue AdWords Keyword-Planner

Nachdem Google im letzten Jahr das neue AdWords-Interface  ausgerollt hat, bekommt nun auch der in die Jahre gekommene Keyword-Planner einen neuen Look und eine strukturelle Überarbeitung.

Schlichterer Einstieg in den Keyword-Planner

Im Gegensatz zum alten Startbildschirm des Keyword-Planners wurde der neue deutlich entschlackt. Die früheren Auswahlmöglichkeiten weichen nun einem Suchschlitz wie man ihn von der Google-Suche kennt. Alles in allem ist der neue Startbildschirm deutlich aufgeräumter und auf das Wesentliche reduziert. Nutzer müssen nun keine Auswahl mehr treffen, sondern können direkt durch die Eingabe eines Schlüsselbegriffs in die Keyword-Recherche starten. 

Abb. 1: Der neue Startbildschirm (rechts) wirkt deutlich übersichtlicher.

Suchvolumen-Trend unter Keyword-Ideen jetzt mit Anzeige von mobilem Suchvolumen

Auch das unter Keyword-Ideen angezeigte Chart wurde erweitert. Zeigte es bisher nur das durchschnittliche monatliche Suchvolumen an, erfolgt jetzt auf den ersten Blick eine Differenzierung zwischen Desktop-Suchvolumen und mobilem Suchvolumen. Bisher war eine solche Anzeige nur per Auswahl im Dropdown-Menü möglich. 

Nutzer sehen so auf einen Blick, ob sich für den Suchbegriff eine Fokussierung in Richtung mobiler Anzeigen anbietet. So kann bei der Konzeption von AdWords-Kampagnen wertvolle Zeit gespart werden. 

Suchvolumen für Mobile und Desktop werden künftig direkt in einem Chart ausgegeben.

Eine Filterfunktion, mit der negative Keywords oder bereits im Konto verwendete Keywords herausgefiltert werden können, ist ebenfalls vorhanden. Die Filterung kann über das Icon unter dem Suchvolumen-Chart gefunden werden.

Neue Metriken im Keyword-Planner

Auch inhaltlich haben die Entwickler von Google AdWords den Keyword-Planner weiterentwickelt. So gibt es zwei neue Metriken, die über das Filter-Menü unter dem Suchvolumen-Trend-Chart ausgewählt werden können: Organic Impression Share und Durchschnittliche Organische Position. 

 

Abb. 3: Die zwei neuen Metriken im Keyword-Planner.

Sind diese Metriken aktiviert, zeigt der Keyword-Planner an, welchen Anteil an Impressionen ein organisch geranktes Ergebnis des Werbetreibenden für das eingegebene Keyword besitzt. Außerdem kann eingeblendet werden, welche durchschnittliche organische Position die am besten rankende Seite des Werbetreibenden hat.

Diese Informationen sind jedoch nur im Keyword-Planner enthalten, wenn die Google Search Console mit dem AdWords-Konto verknüpft ist.

Mit dem Hinzufügen der neuen Metriken zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es einem Digital Marketing Manager sein sollte, disziplinenübergreifend zu arbeiten und sowohl Kenntnisse in der Suchmaschinenwerbung als auch in der Suchmaschinenoptimierung zu besitzen. So kann kanalübergreifend sichergestellt werden, für Suchbegriffe die richtigen Optimierungsentscheidungen zu treffen.

Aufgliederung der Klickpreise

Während im alten Keyword-Planner nur ein ungefährer Klickpreis für ein Keyword standardmäßig angezeigt werden konnte, zeigt der neue Keyword-Planner ein geschätztes Gebot für den oberen Bereich der AdWords-Anzeigen und ein geschätztes Gebot für den unteren Bereich an.

Abb. 4: Gebote für den oberen und unteren Bereich.

Mit dieser Information lässt sich zielgerichteter arbeiten als bisher, da die strategische Kampagnenausrichtung auf den unteren Bereich nun initial leichter fällt. Ebenso ist eine präzisere Aussage über Klickpreise für den ersten Anzeigenrang möglich. Damit kann schneller eine Aussage über das benötigte Budget getroffen werden.

Die neue Planübersicht

Sind Keywords ausgewählt, können Sie auch im neuen Keyword-Planner in eine Planübersicht überführt werden. Anders als in der bisherigen Oberfläche, lassen sich Informationen zu möglichen Klicks, Geboten, Preisen, Kosten, Geräten und Ausspielorten auf einen Blick analysieren.

 

Abb. 5: Die Planübersicht zeigt Auswirkungen von Änderungen nun wesentlich übersichtlicher.

Leider fehlen auch in der neuen Ansicht tiefergehende Filtermöglichkeiten, um zu einer präziseren Aussage zu kommen. So ist es beispielsweise nicht möglich, Ausspielorte und die Ausspielung auf Geräten einzugrenzen. 

Alles in allem ist die neue Planübersicht aber für einen ersten Überblick ganz hilfreich. Vielleicht erweitert Google diese Ansicht in Zukunft noch mit einigen Features. Wünschenswert wäre es jedenfalls. 

 

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BloggerSaskia Jasmin Heinzel

Saskia ist bei der avenit AG Teil des Teams „Digitales Marketing und Strategie“ und betreut Unternehmen bei der Umsetzung digitaler Kommunikations- und Marketing-Strategien. Sie hat ihren Master of Arts in Elektronischen Medien mit dem Schwerpunkt Unternehmenskommunikation an der Hochschule der Medien in Stuttgart absolviert und verstärkt die avenit AG seit 2015 in den Bereichen digitale Marketingstrategien, Suchmaschinenmarketing und Content-Marketing

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