Google Marketing Next 2017 (Detail)

Google Marketing Next

Nachdem auf der Opens external link in new windowGoogle I/O  bereits spannende Entwicklungen rund um die Google-Produktwelt vorgestellt wurden, legt das Unternehmen noch einmal nach und präsentiert auf der Google Marketing Next Neuerungen für Google AdWords, Google Analytics und DoubleClick. Wie bereits auf der Google I/O war auch auf der Marketing Next maschinelles Lernen das Thema der Stunde.

Google Attribution

Laut Google kaufen Besucher eines Ladengeschäfts mit 25 % höherer Wahrscheinlichkeit etwas bei ihrem Besuch, wenn sie vorab auf eine Anzeige in der Google-Suche geklickt haben. Neben stationären Ladengeschäften und Anzeigen in der Google-Suche haben Nutzer heute allerdings noch weitere Touchpoints mit Unternehmen, beispielsweise in sozialen Medien, auf der Webseite oder in der App. Dadurch die vielen verschiedenen Touchpoints wird es immer schwerer, die Auswirkung von Marketingaktivitäten an einen einzelnen Touchpoint auf die endgültige Kaufentscheidung zu analysieren. 

Mit Google Attribution stellte Google nun ein neues Tool vor, welches dieses Problem lösen soll. Mit Google Attribution kann die Wirkung von Marketingaktivitäten geräte- und kanalübergreifend analysiert und optimiert werden. Durch maschinelles Lernen soll es zukünftig möglich sein, die Wichtigkeit der einzelnen Schritte des Kaufprozesses für die endgültige Kaufentscheidung zu bestimmen. Dadurch können Rückschlüsse auf die Wirksamkeit von einzelnen Marketingaktivitäten gezogen werden. 

Das Tool befindet sich derzeit in der Betaphase und soll in einigen Monaten auch in Deutschland verfügbar sein.

Suchintention bei Anzeigen

Für die Suchmaschinenoptimierung spielt das Thema User Intent schon länger eine entscheidende Rolle.  Man ist bestrebt, den Nutzern relevante und zur jeweiligen Suchintention passende Suchergebnisse zu liefern. Nun soll das Thema User Intent auch bei AdWords-Anzeigen ins Spiel kommen. Künftig soll der semantische Inhalt von Anzeigen mitberücksichtigen werden, um den Nutzern die am besten passenden Anzeigen zu ihrer Suchintention ausspielen zu können. 

Kaufbereite Zielgruppen für das Suchnetzwerk 

Um die gewünschte Zielgruppe noch gezielter ansprechen zu können, wurde im Suchnetzwerk die Funktion „Kaufbereite Zielgruppen“ eingeführt. Diese neue Funktion soll Werbetreibenden ermöglichen, Nutzer mit konkreten Kaufabsichten zu erreichen. 

Auch diese Funktion basiert auf maschinellem Lernen: Billionen von Suchanfragen und Aktivitäten auf verschiedenen Webseiten werden analysiert, um herauszufinden wann ein Nutzer unmittelbar vor einer Kaufentscheidung steht. Diesem Nutzer können daraufhin Anzeigen präsentiert werden, die für ihn besonders relevant sind. 

AMP Landingpages & Display Ads

Landingpage Experience (Nutzererfahrung mit der Zielseite) ist ein wichtiger Faktor für das Anzeigenranking in Google AdWords. Dieser Faktor beeinflusst den Anzeigenrang und somit den CPC und die Position in der Anzeigenauktion. Vor allem auf Mobilgeräten beeinflusst die Ladezeit der Seite die Landingpage Experience maßgeblich. Laut Google verringert jede Sekunde zusätzlicher Ladezeit die Conversion Rate um bis zu 20%.

Als Antwort auf diese Herausforderung hat Google bereits Ende 2015 Accelerated Mobile Pages (AMP) eingeführt. Jetzt halten AMP auch in Google AdWords Einzug. AMPs können nun auch als Landingpages für Suchanzeigen genutzt werden. Diese Landingpages laden fast augenblicklich aus dem Google Cache. Dadurch ist die Ladezeit der Landingpage deutlich schneller gegenüber mobiloptimierten oder mittels responsive Design umgesetzten Webseiten. 

Auch im Display-Netzwerk sollen zukünftig AMP-Anzeigen zum Einsatz kommen. Diese Anzeigen laden auf Mobilgeräten bis zu fünf Sekunden schneller als herkömmliche Display-Anzeigen. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzeigen gesehen werden und die Nutzer mit ihnen interagieren.

Fazit 

Auf der Marketing Next hat Google einige spannende Änderungen und Verbesserungen seiner Produkte vorgestellt. Viele der vorgestellten Funktionen sind zwar nicht wirklich neu, sondern nur in einem anderen Kontext nutzbar. Große Umwälzungen oder der Wegfall von Funktionen blieben aus. Dennoch bieten die vorgestellten Funktionen und Tools interessante neue Möglichkeiten für Werbetreibende, um ihre Zielgruppen noch gezielter ansprechen und Marketingaktivitäten geräte- und kanalübergreifend analysieren zu können. 

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BloggerNicola Rösch

Nicola ist Teil des Teams "Digitales Marketing und Strategie" bei der avenit AG und unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung digitaler Kommunikations- und Marketing-Strategien. Sie hat an der Hochschule Pforzheim Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing studiert und dort ihren Bachelor of Science absolviert. Seit 2016 verstärkt sie die avenit AG in den Bereichen Suchmaschinen- und Content-Marketing.

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