Facebook Entwicklerkonferenz F8

Facebook Entwicklerkonferenz F8

Am 18. und 19. April war es wieder soweit: Facebook-CEO Mark Zuckerberg stellte auf der Entwicklerkonferenz F8  seine Visionen für die Zukunft vor. Die großen Themen in diesem Jahr waren AR (Augmented Reality) und VR (Virtual Reality).

Das Smartphone als Augmented Reality-Plattform

Bei Augmented Reality geht es darum, virtuelle Inhalte in die reale Welt zu integrieren. Der Nutzer nimmt seine reale Umwelt wahr, bekommt aber zusätzliche (virtuelle) Informationen eingeblendet.

Mark Zuckerberg will das Smartphone zur ersten massentauglichen Augmented-Reality-Plattform machen. Der Trend zu Video-Inhalten ist seit einiger Zeit deutlich. Laut Mark Zuckerberg wird die Kamera auch zukünftig eines der wichtigsten Features des Smartphones bleiben, vor allem in Verbindung mit Augmented und Virtual Reality. 

Wie erfolgreich Augmented Reality in Verbindung mit dem Smartphone sein kann, zeigt der Hype um die App Pokémon Go. 

AR zur Beeinflussung von Kaufentscheidungen 

Augmented Reality kann allerdings mehr sein, als nur eine nette Spielerei. Für Kaufentscheidungen kann dieses Thema besonders relevant werden. Die von Mark Zuckerberg vorgestellten Tools zeigen, wie virtuelle Objekte in der realen Welt platziert werden können. So können beispielsweise virtuelle Informationskarten zu realen Produkten hinzugefügt werden. 

Wie nützlich eine solche Funktion sein kann, zeigt folgendes Beispiel:

Auf der Suche nach einem neuen Laptop sieht man sich im Elektrofachmarkt mit einer riesigen Auswahl unterschiedlicher Modelle konfrontiert. Die Auswahl des richtigen Laptops dürfte ohne Beratung sehr schwer fallen. Augmented Reality könnte die Entscheidung in diesem Beispiel erleichtern. Betrachtet man die Laptops durch die Kamera des Smartphones, wird eine virtuelle Informationskarte eingeblendet. Diese Informationskarte kann beispielsweise detaillierter Informationen zu dem jeweiligen Modell. Besonders spannend wird es dann, wenn zusätzlich zu den Informationen auch Bewertungen anderer Käufer angezeigt werden und die Kaufentscheidung erleichtern.

Bis diese Form von Augmented Reality bei aber Facebook Einzug hält, wird es aber noch einige Jahre dauern. 

Camera Effects Platform 

Eine andere Form von Augmented Reality ist aber bereits heute Teil von Facebook. Auf der F8 wurde die Facebook Camera Effects Platform vorgestellt. Auf dieser Plattform können Rahmen, Masken und Special Effects für die Nutzung der Smarktphone-Kamera in der Facebook-App kreiert werden. Die Plattform besteht aus zwei Teilen:

Frame Studio: hier können Rahmen für Profilbilder oder Fotos, die mit der Facebook Kamera aufgenommen wurde, erstellt werden.

AR Studio: hier können animierte Masken und interaktive Effekte für die Facebook Kamera und Facebook Live erstellt werden.

Diese Rahmen und Animationen sind bereits beim Facebook-Konkurrenten SnapChat sehr beliebt und bieten auch für Unternehmen großes Potenzial. Damit können gebrandete Rahmen, Masken und Special Effects erstellt werden, um die Zielgruppe zu erreichen. Teilen die Nutzer gebrandete Fotos mit ihrem Netzwerk, wird die Reichweite zusätzlich erhöht. 

Facebook Spaces 

Neben Augmented Reality war auch Virtual Reality (VR) ein Thema der diesjährigen Entwicklerkonferenz. Mit Virtual Reality schafft man eine komplett virtuelle Welt, um Nutzer in diese Welt eintauchen zu lassen. Die reale Umwelt wird dann von den Nutzern in der Regel nicht mehr wahrgenommen.

Mit Facebook Spaces stellte das Unternehmen eine Beta-Version seiner Social Virtual Reality App vor. Besitzer einer Oculus-Rift-Brille können sich in einer virtuellen Umgebung mit Facebook-Freunden treffen und mit ihnen interagieren. Es können beispielsweise Bilder ausgetauscht oder miteinander gechattet werden.  Durch in die VR-Brillen integrierte Mikrofone können sich die Nutzer sogar unterhalten.

Fazit 

Glaubt man Mark Zuckerberg, dann wird die Art, wie Menschen ihre Smartphones nutzen, durch AR und VR nachhaltig verändert. Bis sich diese Techniken bei der breiten Masse durchsetzen, wird aber noch einige Zeit vergehen. Klar ist, dass über Nacht keine drastische Veränderung des Nutzerverhaltens zu erwarten ist. Die mittlerweile in allen Facebook-Anwendungen integrierten In-App-Applikationen für Smartphone-Kameras sollen die Nutzer aber Schritt für Schritt an die erweiterte Realität heranführen.

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BloggerNicola Rösch

Nicola ist Teil des Teams "Digitales Marketing und Strategie" bei der avenit AG und unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung digitaler Kommunikations- und Marketing-Strategien. Sie hat an der Hochschule Pforzheim Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing studiert und dort ihren Bachelor of Science absolviert. Seit 2016 verstärkt sie die avenit AG in den Bereichen Suchmaschinen- und Content-Marketing.

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