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Google Penalty – die Suchmaschine zeigt die rote Karte!

Dieser Artikel wurde am 27.01.2016 aktualisiert.

WM 2014 – Suaréz bekommt eine rote Karte und muss vom Platz. Der Grund? Er gab dem Wort „verbissen“ eine andere Bedeutung und hat seinen Gegenspieler gefoult. Und wer sich nicht an die Regeln hält wird früher oder später bestraft – nicht nur im Sport!
Auch Google zeigt die rote Karte – und zwar all denen, die sich nicht an die Spielregeln des Suchmaschinen-Riesen halten. Warum Sie diese Bestrafung nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten und wie Sie wieder zurück ins Spiel kommen, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Was sind Google Penalties?

Das ständige Ziel von Google ist es, dem Suchenden einen Mehrwert zu bieten, indem dieser immer das findet, wonach er sucht. Dazu zählen auf keinen Fall nervige Spamseiten oder irgendwelche Linkfarmen. Um solche Seiten aus den Ergebnislisten fernzuhalten und somit die Qualität zu verbessern, gibt es Google Penalties – die Strafen von Google. Webseiten, die nicht den Opens external link in new windowRichtlinien von Google entsprechen, werden abgestraft und erhalten ein schlechteres Ranking.

Wo wurden Verstöße festgestellt? OnPage-Penalty  vs. OffPage-Penalty

Verstöße können zum einen auf einer Webseite selbst oder aber in dessen Linknetzwerk festgestellt werden. Deswegen unterscheidet man zwischen OnPage- und OffPage-Penalties.

OnPage-Penalty

OnPage-Penalties werden vergeben, wenn Sie mit Ihrer Seite gegen die Richtlinien verstoßen. Dabei sind folgende Arten zu unterscheiden:

a) Keyword Stuffing

Wenn Sie ein bestimmtes Keyword zu oft auf einer Seite verwenden, spricht man von Keyword Stuffing. Wir empfehlen eine Keyworddichte von bis zu drei Prozent.
Beispiel für Keyword-Stuffing:
Rot ist ein Wort. Es hat die Schriftfarbe rot. Rot ist nicht gleich pink und rot ist heller als schwarz. Es gibt helles rot und dunkles rot.

b) Doorway Pages

Doorway Pages sind für Suchmaschinen optimierte Zwischenseiten, die auf die Startseite weiterleiten. Diese Zwischenseiten enthalten relevante Keywords, bieten jedoch keinen Mehrwert für den Nutzer.

c) Duplicate Content

Wenn auf mehreren Unterseiten auf Ihrer Webseite der gleiche Inhalt zu finden ist, spricht man von Duplicate Content. Für den Nutzer bieten doppelte Inhalte keinen Mehrwert.

d) Cloaking Penalty

Wenn auf einer Webseite Inhalte gezielt für die Suchmaschine erstellt werden, diese aber nicht für den Nutzer sichtbar sind, spricht man von Cloaking. Beliebt sind dabei versteckte Texte oder Text in gleicher Farbe wie der Hintergrund. Diese Inhalte sind nur für Suchmaschinen sichtbar. Das erkennt der Crawler und Ihre Seite kann abgestraft werden.

OffPage-Penalty

Bei  OffPage-Penalties handelt es sich um Strafen, die aufgrund der Linkstruktur zustande kommen. In diesem Fall sind der Linkaufbau und das Linkwachstum nicht natürlich. Auch hier gibt es unterschiedliche Arten:

Penalties für Paidlinks und getauschte Links

Links zu kaufen oder zu verkaufen, um das eigene Ranking zu steigern, ist von Google untersagt. Das gleiche gilt für getauschte Links. Wird dieser Verstoß festgestellt, können Sie eine Penalty erhalten.

Schlechte Qualität der Backlinks

Die Backlinks sollten immer aus einem Mix aus starken und schwachen Webseiten, Blogs, Social Websites usw. bestehen. Das macht das natürliche Linkbuilding aus. Kommen auffällig viele Backlinks von minderwertigen Seiten oder von auffällig starken Seiten, ist das für Google ein Zeichen für Linkbuilding und Manipulationsversuch und man wird von Google abgestraft.

Deep Link Ratio Penalty

Google achtet auch auf ein gesundes Verhältnis von Backlinks auf die Startseite zu Backlinks auf Unterseiten (Deeplinks). Einen Richtwert, wie viel Prozent an Startseitenlinks und Deeplinks eine Seite aufweisen sollte, gibt es nicht, da dies natürlich von der Branche und der Art der Seite abhängig ist (Beispiel: Eine Nachrichtenseite wird vermehrt Deeplinks auf die Artikel erhalten, während eine klassische Firmenwebseite mehr Startseitenlinks aufgrund von Marken- oder Firmennennungen verzeichnen wird).  Um einen sinnvollen Wert für seine Branche zu finden, lohnt sich ein Blick auf das Linknetzwerk der Konkurrenz. 

Anchortext Penalty

Sollten Ihre Backlinks immer genau den gleichen Linktext (Anchortext) haben, ist dies für Google ein Anzeichen für unnatürliches Linkbuilding, da dies einem normalen Verlinkungsverhalten widerspricht und nach Linkkauf aussieht (beim klassischen Linkkauf bucht man z. B. 1.000 Links mit einem bestimmten Keyword als Anchortext). Das Gleiche gilt, wenn zu viele Linktexte aus den harten Money-Keywords bestehen (Money-Keywords sind die Suchbegriffe, die ein besonders hohes Suchvolumen haben). Zu einer natürlichen Verlinkung gehört normalerweise ein gewisser Anteil an Brand-Keywords als Linktext (Brand-Keywords haben einen Bezug zur Firma, z. B. Nennung der Marke oder des Produkts).

Geschwindigkeit des Linkaufbaus

Ausschlaggebend ist auch, wie schnell sich Ihre Backlinks aufbauen. Nimmt die Anzahl der Backlinks auf Ihre Webseite auffällig schnell zu, ist dies für Google ein Anzeichen dafür, dass Sie eine Manipulation des Rankings beabsichtigen und Sie werden abgestraft.

 

Welche Penalty-Arten gibt es?

Penalties werden in drei Arten unterschieden.

 

1. PageRank-Herabsetzung

Bei dieser Strafe wird der PageRank herabgesetzt. In der Regel trifft das meist die Seiten, die Links verkaufen. Der Einfluss des PageRanks ist jedoch mittlerweile sehr gering und hat damit keinen Einfluss auf das eigentliche Ranking.

 

2. Rückstufung im Ranking

Ist man von einer Penalty dieser Art betroffen, erscheinen betroffene Seiten nicht mehr auf der gewohnten Position, sondern werden auf schlechtere Positionen verbannt. Diese Strafe ist auch als -30, -60 oder -950 Strafe bekannt. Dabei verschlechtern sich die Rankings um 30 bzw. 60  Positionen. Bei Minus 950 sind die Ergebnisse auf der letzten Ergebnisseite gelistet. Bei der Rückstufung im Ranking lassen sich zwei Arten unterscheiden:

    a. Keyword-Zurückstufung

Werden Sie mit einer Keyword-Zurückstufung bestraft, wird die Position der Seite für bestimmte Keywords herabgesetzt.

    b. Seiten-Zurückstufung

Bei der Seiten-Zurückstufung werden die Positionen für alle Keywords der Webseite herabgesetzt.

3. Delisting

Die härteste Strafe von Google ist die Entfernung der kompletten Seite aus dem Google-Index. Die Webseite ist danach in Google nicht mehr auffindbar. Von dieser Strafe sind nur Seiten betroffen, die massiv und andauernd sehr schwere Verstöße gegen die Google-Richtlinien begehen. Die Chancen die Seite mit ähnlichen Inhalten oder dem gleichen Seitenbetreiber jemals wieder in den Index zu bekommen, sind sehr gering.
In seltenen Fällen ging Google noch einen Schritt weiter und verbannte alle Domains, die auf einer IP oder in einem IP-Bereich liegen, aus dem Index.

 

 

Bin ich von einer Penalty betroffen?  - Tipps, wie Sie das herausfinden können

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Rankings zurückgegangen sind oder Angst haben, dass Sie etwas falsch gemacht haben, gibt es ein paar kleine Tipps, wie Sie herausfinden können, ob Sie eventuell von einer Penalty betroffen sind.

Keyword-Zurückstufung

Diese Strafe lässt sich oft nur schwer erkennen, da man sie nicht selten mit der kontinuierlichen Schwankung in den Google-Suchergebnisseiten, der sogenannte „Google-Everflux“ verwechselt. Um außergewöhnliche Schwankungen zu erkennen, sollten Sie die Rankingpositionen der Keywords in regelmäßigen, nicht allzu langen Abständen beobachten. Verschlechtert sich die Rankingposition bestimmter Keywords über Nacht auffällig, könnten Sie von einer Penalty betroffen sein. Wenn sich das Ranking bestimmter Keywords plötzlich um 30 oder 60 Positionen verschlechtert hat oder Ergebnisse auf der letzten Seite der Suchergebnisse erscheinen, könnte dies ebenfalls ein Zeichen für eine Penalty sein.

Seiten-Zurückstufung

Um eine Seiten-Zurückstufung zu überprüfen, sollen Sie nach Ihrer Domain oder Ihrem Seitennamen suchen. Erscheint Ihre Seite nicht auf der ersten Ergebnisseite, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie von einer Penalty betroffen sind. Ergänzend können Sie noch nach bestimmten Keyword-Kombinationen suchen, die Sie verwenden und welche nicht sehr umkämpft sind. Bei solchen besonderen Kombinationen sollten Sie im Normalfall recht weit vorne erscheinen. Ist dies nicht der Fall, deutet es ebenfalls darauf hin, dass Sie eine Seiten-Zurückstufung erlitten haben.

Delisting erkennen

Am einfachsten lässt sich erkennen, ob Ihre Seite noch im Google-Index gelistet ist: Dies können Sie über eine Site-Abfrage herausfinden. Suchen Sie dazu nach „site:domain.tld“, z. B: site:avenit.de. Findet Google nach dieser Abfrage keine Seiten, sind Sie höchstwahrscheinlich von einem Delisting betroffen und sollten deswegen Spam entfernen und einen Reinclusion-Antrag stellen.

 

Sie sind betroffen?  - Das können Sie tun

Sind Sie von einer Penalty betroffen, sollten Sie zuerst in der Opens external link in new windowGoogle Search Console (ehemals Webmaster Tools) nachsehen, ob Sie eine Benachrichtigung bekommen haben. Gegebenenfalls wird Ihnen dort mitgeteilt, dass und warum Sie von einer Penalty betroffen sind. Oft reicht auch eine Kontaktaufnahme mit Google. Die Mitarbeiter sind meist sehr offen und helfen bei Fragen rund um das Thema weiter. Wenn Sie keine Nachricht erhalten haben und der Google-Mitarbeiter Ihnen nicht weiterhelfen wollte oder konnte, sollten Sie zuerst Ihre Seite auf Fehler untersuchen.


Haben Sie dort Probleme erkannt und sind somit von einer OnPage-Penalty betroffen? Kein Problem – das ist relativ einfach zu beheben. Überarbeiten Sie die Texte, sodass Keywords nicht zu oft eingesetzt werden, entfernen Sie vorhandene Doorway Pages, Duplicate Content und für den Nutzer nicht sichtbare Inhalte (Cloaking). Können Sie Duplicate Content aus einem bestimmten Grund nicht entfernen, empfiehlt es sich, mit dem Canonical-Tag zu arbeiten. Das Tag „canonical=URL“ zeigt Google, welche der Seiten die Hauptseite ist und damit auch indexiert werden soll. Der Crawler erkennt die Änderungen an der Seite beim nächsten Durchsuchen und nimmt die Penalty zurück.


Etwas komplizierter ist die Lösung, wenn Sie von einer OffPage-Penalty betroffen sind, denn man weiß oft nicht genau, wo das Problem liegt, da Backlinks sich mit der Zeit auf unterschiedliche Wege aufbauen. Das Auffinden der Ursache ist besonders schwer und erfordert Ihre Zeit, Geduld und Konzentration. Ist die Ursache einmal bekannt, sollten Sie Maßnahmen einleiten, um die Probleme zu beseitigen. Hierfür stellt Google z. B. das „Opens external link in new windowDisavow Link Tool“  zur Verfügung, mit dem Links für ungültig erklärt werden können. Ergebnisse sind allerdings oft erst nach Tagen oder Wochen sichtbar.


Wir raten Ihnen, von Beginn an darauf zu achten, dass der Linkaufbau für die eigene Webseite natürlich und sauber betrieben wird.

 

 

Fazit

Wenn Google die rote Karte zeigt, ist damit auf keinen Fall zu spaßen. Rankingpositionen, die man sich mühselig und über eine geraume Zeit erarbeitet hat, können über Nacht nach unten rutschen. Die Rankings wieder auf den alten Stand zu bringen, bedeutet in diesem Fall sehr viel Anstrengung und Geduld. Mit den Richtlinien schafft Google für jeden Webmaster eine fundierte Grundlage, wie man sich vor solch einer Penalty schützen kann.


Bei der OffPage-Optimierung empfehlen wir, von Beginn an sicherstellen, dass Sie Links aus den richtigen Gründen erhalten. Der Aufbau von Backlinks braucht Zeit. Einen guten Backlink-Aufbau können Sie am besten erreichen, wenn Sie eine qualitativ hochwertige Webseite mit sinnvollem Mehrwert-Inhalt bieten – denn dann verlinkt man Sie gerne und die Backlinks wachsen von ganz alleine.


Ihre Webseite für Suchmaschinen zu optimieren ist natürlich wichtig und wird es auch immer bleiben. Doch ganz oben sollten Ihre Webseiten-Besucher stehen und ihnen gilt es, eine Webseite mit Mehrwert zu bieten. Denn es bringt Ihnen am Ende nicht viel, wenn Ihre Webseite hervorragend von Suchmaschinen gefunden wird, doch den Nutzer nicht zufriedenstellt.

Quellen

Opens external link in new windowwww.seo-tech.de, letzter Zugriff 25.08.14
Opens external link in new windowwww.sistrix.de, letzter Zugriff 25.08.14
Opens external link in new windowgregor-moellring.de, letzter Zugriff 25.08.14
Opens external link in new windowwww.seo-tech.de, letzter Zugriff 25.08.14
Opens external link in new windowwww.seo-tech.de, letzter Zugriff 25.08.14

 

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, sind wir gerne für Sie da. Tel. : +49 781 919369-0 oder info@avenit.de

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BloggerRamona Häs

Unsere Bloggerin Ramona studierte Medien- und Informationswesen (B.Sc.) an der Hochschule Offenburg. Ihren Schwerpunkt setzte sie dabei auf Marketing. Ramona arbeitete bis Februar 2016 als Projektleiterin bei der avenit AG.

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