Mobile SEO: Tipps & mehr!

Mobile SEO: Die wichtigsten Tipps und Hintergrundinfos

Die Nutzung und Verbreitung von Smartphones und Tablets steigt seit Jahren stetig an: 2013 nutzen vier von zehn Deutschen mobile Endgeräte, davon 61 Prozent sogar täglich. Mit dem Handy direkt nach Produkten oder Services von unterwegs zu suchen, stellt eine der hilfreichsten Anwendungen von Smartphones dar. Meist hat der Kunde gerade in diesem Moment ein Informationsbedürfnis, auf das nicht gewartet werden kann. Für viele Unternehmen ist die mobile Suche somit ein idealer Ort, um sich mit ihren Produkten oder Dienstleistungen zu platzieren. Sie können den Kunden zur rechten Zeit abfangen und seine vorliegenden Bedürfnisse befriedigen.

 

Mobile First

Erwartungsgemäß verkündete Google angesichts der Marktentwicklung und der Zukunftschancen des mobilen Internets eine neue Strategie. Eric Schmidt, damals CEO bei Google, kündigte bereits im Februar 2010 die Strategie Mobile first an. Der Ansatz besagt, dass Google neue Applikationen zuerst für den mobilen Bereich entwickelt und dann für das stationäre Internet anpasst.

 

Mobile Suchmaschinen

Analog zum stationären Bereich sind die wichtigsten mobilen Suchmaschinen Google, Yahoo! und Bing. Der weltweite Marktanteil von Google liegt mit 94 Prozent sogar um fünf Prozentpunkte höher als im stationären Sektor.  Mobile Suchmaschinen zeichnen sich durch ein andersartiges Design aus und liefern, wenn verfügbar, spezielle Ergebnisse für mobile Geräte. Der Suchdienst für mobile Geräte wendet ein separates Rankingsystem an, welches die Rangfolge sowohl aus den traditionellen als auch aus den mobilen Suchmaschinen-Rankingfaktoren generiert. 

Abbildung 1: Mobile Suchmaschinen Marktanteile
Quelle: StatCounter Global Stats

Was ist Mobile SEO?

Mobile SEO beschreibt die Optimierung einer Webseite für mobile Suchmaschinen - Methoden und Verfahren sind der herkömmlichen Suchmaschinenoptimierung hierbei sehr ähnlich: Inhalt, Technik sowie Links spielen eine zentrale Rolle. Ziel ist es, eine Webseite (bzw. das mobile Pendant) in mobilen Suchmaschinen möglichst weit vorne zu positionieren.

 

Domain & URL-Konzept – welche technische Lösung passt? 

Eine mobile Web-Strategie kann auf verschiedenen Wegen realisiert werden: Zum einen können alle Inhalte auf einer Domain liegen, wobei diese je nach Art des Gerätes in spezifischer Form ausgeliefert werden. Diese gerätebasierte Ausgabe sollte dem Crawler von Google mit der Codezeile „Vary: User Agent“ im Head-Bereich der Seite mitgeteilt werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass mobile Verzeichnisse oder Subdomains nach dem Prinzip m.domain.de oder domain.de/m eingerichtet werden. Laut Google sind in diesem Falle zwei Maßnahmen zu treffen: Um dem Problem des Duplicate Content vorzubeugen, sollten Canonical-Tags auf den mobilen Seiten integriert werden. Ebenso wird das Einfügen der Codezeile rel=alternate auf der herkömmlichen Webseite empfohlen (vgl. Abbildung 2). Somit wird sichergestellt, dass Google die mobile Seite als alternative Version begreift.

Abbildung 2: Maßnahmen zur Vermeidung von Duplicate Contents
Quelle: eigene Darstellung

Die Empfehlung von Google ist allerdings die Verwendung des sogenannten Opens external link in new windowResponsive Design, bei dem die Ausgabe unter Beachtung der Bildschirmgröße dynamisch angepasst wird. Diese Technik, die sowohl mit HTML5 wie auch mit CSS3 umgesetzt werden kann, ermöglicht vor allem dem Nutzer ein positives Erlebnis durch eine optimal angepasste Darstellung.

 

Responsive Content und Responsive Webdesign 

Rankingfaktoren für Mobile SEO

Die Darstellung der Webseite auf dem jeweiligen mobilen Gerät spielt eine wesentliche Rolle bei der Berechnung der Positionierung. „Kommen die Bots zu dem Ergebnis, dass Ihre Website nicht gut angezeigt werden kann, erhält sie wahrscheinlich eher ein schlechtes Ranking.“ 1

So sollte dieser Aspekt gleich zu Beginn der Konzeption und technischen Realisierung der Internetseite beachtet werden.

Google empfiehlt Responsive Webdesign

 

 

OnPage- & OffPage-Optimierung im Mobile SEO

Die grundlegenden Verfahren der Opens external link in new windowOnPage- und OffPage-Maßnahmen zur Optimierung ähneln dem normalen SEO sehr stark: 

1. Keywordanalyse: Im ersten Schritt werden mit einer Keywordanalyse die attraktiven Suchbegriffe ermittelt. Um die Suchanfragehäufigkeit zu bestimmen, kann der Google Keyword Planer genutzt werden.  

Des Weiteren ist es sinnvoll, Google Analytics zu verwenden, um die wichtigen, häufig geklickten Schlüsselwörter zu identifizieren. Ähnlich wie bei einer traditionellen OnPage-Optimierung sollte auf eine optimale Keyworddichte in Text und Metadaten sowie die korrekte Verwendung von Überschriften und Alternativtexten geachtet werden. Eine hohe Linkpopularität ist ebenfalls ein entscheidender Faktor für den Erfolg bei Google.

2. Platzierungen ermitteln: Da die Suchmaschine technische Daten wie Browser, Betriebssystem und Bildschirmauflösung des Telefons ermittelt, kann dieselbe Suchanfrage von unterschiedlichen Mobilgeräten zu verschiedenen Rangfolgen führen. Folglich sollten die Suchanfragen bei einer Rankinganalyse von verschiedenen Modellen erfolgen, um ein möglichst objektives und repräsentatives Ergebnis zu erhalten. Hilfestellung bieten hier der Opens external link in new windowPhone Emulator und der Search Simulator von Mobile Moxie, mit denen die Ansicht und das Ranking einer mobilen Seite sehr einfach mit bis zu drei verschiedenen Smartphone-Modellen geprüft werden können.

3. Sitemaps: Eine weitere Möglichkeit, um dem Problem des Duplicate Content vorzubeugen, ist die korrekte Verwendung von Sitemaps (vgl. Abbildung 3) und Opens external link in new windowrobot.txt-Dateien. Somit wird dem normalen Googlebot wie auch dem Googlebot Mobile mitgeteilt, welcher Ausschnitt der Seite jeweils in den Index aufgenommen werden soll. Auf diese Weise wird auch sichergestellt, dass der mobile Content gefunden und im richtigen Verzeichnis abgelegt wird. Das Erstellen dieser Dateien sollte durch Experten erfolgen, da sich Fehler äußerst negativ auf die Platzierungen einer Seite auswirken können. Eine Überprüfung ist mit Hilfe der Google Webmaster Tools möglich.

Achtung: CSS, Javascript und Bilder sollten in der robots.txt nicht blockiert werden - sonst kann es sein, dass Google die mobilfreundliche Version nicht erkennt!

Abbildung 3: Ausschnitt der mobilen Sitemap von Google
Quelle: www.google.com/mobilesitemap.xml

4. HTML-Code: Analog zur Desktop-Version sollte die formale Gültigkeit des HTML-Codes ebenfalls geprüft werden. Hierfür bietet das World Wide Web Consortium (W3C) mit dem Opens external link in new windowmobileOK Checker eine kostenlose Begutachtung an, die als Ergebnis konkrete Vorschläge zur Optimierung liefert. 

 

 

Fazit

Auf Grund des genannten Anstiegs der mobilen Suche sollten Unternehmen die mobile Strategie als zentralen Bestandteil in die Marketingstrategie einbeziehen. Dadurch profitieren Sie von den Möglichkeiten, die sich durch das veränderte Nutzerverhalten ergeben.

Schaffen Sie also Inhalte, die mobile Nutzerbedürfnisse befriedigen. Gestalten Sie diese optimal verständlich und leicht bedienbar. Nutzen Sie das Sharing-Potenzial voll aus! Und bedenken Sie, dass mobile Inhalte vor allem als Kaufvorbereiter dienen und mobile Nutzer eine meist jüngere und technik-affinere Zielgruppe sind als Desktop Nutzer.

 

Quellen

 

© 2012 Google Inc. Alle Rechte vorbehalten. Google und das Google-Logo sind eingetragene Marken von Google Inc

 

 

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, sind wir gerne für Sie da. Tel. : +49 781 919369-0 oder info@avenit.de

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BloggerSandra Brose

Sandra hat Medien und Informationswesen (B.Sc.) und Medien und Kommunikation (M.Sc.) an der Hochschule Offenburg studiert und leitete den Bereich Online-Marketing bei der avenit AG bis Ende 2015.



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