Social-Media-Monitoring

Social Media Monitoring

Shitstorms realistisch einschätzen und ihnen wirksam vorbeugen

Der Begriff Shitstorm wird heute nahezu inflationär verwendet. Jede noch so banale Kritik von Nutzern, welche sich nur ein wenig im Social Web verbreitet, wird von Bloggern und Medien gerne als Shitstorm aufgegriffen. Dadurch beginnt ein kleiner Brandherd erst richtig zu lodern. Ebenso können natürlich auch Fehler in der Unternehmenspolitik einen Shitstorm auslösen. Klar, dass viele Unternehmen immer noch die vermeintliche Unberechenbarkeit des Social Web fürchten. Ein intelligentes Social Media Monitoring hilft jedoch dabei, Shitstorms schon in deren Entstehung zu erkennen, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen initiieren zu können.

 

Agieren statt Reagieren

Das Thema Social Media vollkommen auszublenden ist sicherlich die falsche Herangehensweise. Dadurch verschließen Unternehmen lediglich die Augen vor dem, was Nutzer ohnehin im Social Web über Produkte und Marken publizieren. Einerseits wird ein Reputationsverlust billigend in Kauf genommen, denn auf einen Shitstorm würde man somit erst durch die Presse aufmerksam und dann ist es in der Regel zu spät, um dem noch maßgeblich entgegenzuwirken. Social Media Monitoring Dienstleister identifizieren potentielle Brandherde nicht nur bereits in deren Entstehung, sondern unterstützen Unternehmen auch bei deren realistischer Einschätzung. Andererseits bleiben ohne Monitoring natürlich wertvolle Informationen über die Kunden und deren Produkterfahrungen ungenutzt. Für Unternehmen heißt es daher proaktiv zu handeln, um Risiken vorzubeugen und Potentiale zu nutzen.

 

Was also ist konkret zu tun?

Auf der einen Seite liefern kostenfreie Social Media Monitoring-Tools, wie Opens external link in new windowsocialmention oder Opens external link in new windowsocial-searcher einen ersten Überblick hinsichtlich der Gespräche im Social Web. Darüber hinaus gibt es zudem professionelle Dienstleister, welche diese Nutzeraussagen analysieren und daraus Empfehlungen ableiten. Durch ein fortlaufendes Monitoring behalten Unternehmen stets den Überblick, was auf den unzähligen Social Media Plattformen gesprochen wird. Ebenso sind die relevanten Abteilungen jederzeit über das aktuelle Geschehen informiert und können die Informationen in ihren Arbeitsalltag einfließen lassen.
Über eine Häufung von negativen Beiträgen zu einem bestimmten Thema sollte man sich in jedem Fall zeitnah per Email-Alert informieren lassen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Kostenlose Lösungen finden Unternehmen zum Beispiel in Opens external link in new windowGoogleAlerts oder Opens external link in new windowalert.io. Weiterhin schafft die Beobachtung über die eigenen Marken hinaus wichtige Erfahrungswerte für den Ernstfall. Shitstorms von Wettbewerbern und deren diesbezügliche Kommunikation lassen sich analysieren und Best Practices ableiten.

 

Strategie für den Fall der Fälle

Jedoch lässt sich ein Shitstorm trotz eines intelligenten Monitorings, sowie entsprechender Maßnahmen, niemals ganz ausschließen. In diesem Fall heißt es, gewappnet zu sein und eine Strategie zu verfolgen, welche auf den gesammelten Erfahrungen basiert. Verantwortlichkeiten sollten dabei vorab geklärt werden. Jeder Shitstorm hat zwar seine eigenen Facetten, eine offene und zeitnahe Kommunikation ist jedoch essentiell.

 

Fazit

Nicht jeder Brandherd entwickelt sich zum Shitstorm, aber jeder Shitstorm schadet dem Unternehmensimage. Daher sollten Unternehmen ein kontinuierliches Social Media Monitoring implementieren. Zudem sorgen eine Strategie und klare Verantwortlichkeiten im Krisenfall für einen klaren Kopf, sowie eine angemessene Kommunikation.

  • Share
  • LinksPermalink⁄⁄Trackback-Link
BloggerJan Bartels

Gastblogger Jan Bartels ist Gründer und Geschäftsführer der Webbosaurus GmbH, einem Berliner Unternehmen für Full-Service Social Media Monitoring und individuelle Analysen.

1 Beiträge von Jan Bartels
paperclip
Kommentare1
Tim Ebner
vom 13. Dezember 2013 um 15:45 Uhr
Gute Ansätze und richtige Folgerungen

Liebe Herr Bartels, Ihr Beitrag deckt sich sehr schön mit den Aussagen, die ich in der Präsentation unter dem folgenden Link mache. Wir scheinen auf einer Wellenlänge zu sein - ich würde mich daher freuen, wenn wir in Kontakt bleiben können. Viele Grüße aus Düsseldorf, Tim Ebner http://www.socialmediafacts.net/de/social-media/shitstorm-alarm-wie-rede-ich-mit-wutkunden

Ich will auch einenKommentar schreiben
  • ( wird nicht veröffentlicht )

Blog

Archiv