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Negative SEO: Wenn Ihre Seite plötzlich unauffindbar ist

Dieser Artikel wurde am 27.01.2016 aktualisiert.

Seit einiger Zeit wird das Thema Negative SEO in der Branche stark diskutiert. Beim Negative SEO geht es darum, dass man SEO-Maßnahmen gezielt so einsetzt, dass sie einer anderen Domain schaden. Das heißt in der Praxis, dass ein Unternehmen minderwertige Links für die Domain des Wettbewerbers kauft, in der Hoffnung, dass dieser von Google abgestraft wird.

Kann SEO von Wettbewerbern missbraucht werden um die Konkurrenz aus dem Index zu drängen?

Diese Frage blieb lange offen. Im Januar letzten Jahres wurde die These von Google noch bestritten, einige Monate später hieß es, dass ein Missbrauch von SEO nahezu unmöglich sei. Derzeit lautet das Statement, dass Google daran arbeite.
Viele beschuldigen das Google-Algorithmus Update „Penguin“ als Quelle des Übels. Mit seinem Erscheinen wurden viele Betrüger im Linkaufbau entlarvt und auf die hinteren Plätze der Suchergebnisse verwiesen.  Eine Schuld ist „Penguin“ allerdings nur bedingt zuzuweisen, jedoch wurden Angriffe durch das Update deutlich vereinfacht.
SEO-Tools wie Searchmetrics oder Sistrix machen vieles effizienter, aber auch transparenter. Jede SEO-Strategie ist nach der Umsetzung für den Wettbewerb nachvollziehbar - Linkquellen sind erkennbar und OnPage-Maßnahmen lassen sich ableiten. Damit können auch potentielle Schwachstellen einer Domain offengelegt werden. Wenn Ihre Webseite plötzlich aus unerklärlichen Gründen in den Rankings abrutscht, ist es durchaus möglich, dass ein Angriff dahinter steckt. Für eine „erfolgreiche“ Durchführung von Negative SEO benötigen die Angreifer jedoch viel Hintergrundwissen bezüglich der komplexen Algorithmen und Mechanismen von Google.

Anzeichen für Negative SEO

Ob man Opfer einer Negative-SEO-Attacke ist, lässt sich durch folgende Punkte erschließen, nicht aber zu 100 Prozent belegen. Um Alarm zu schlagen, sollten mehrere Indikatoren gegeben sein.

1. Großflächige Rankingverluste: Sie können ein mögliches Signal sein, jedoch auch auf ein technisches Problem auf der Seite hinweisen.

2. Extreme Spitzen um Linkgraphen: Ist eine vergleichsweise extreme Volumensteigerung im Linkwachstum und parallel aber ein Verschwinden von Links zu erkennen, liegt das oftmals daran, dass die automatisch generierten Links derartiger Kampagnen im Nachgang durch den Administrator wieder gelöscht werden.

3. Extremer Anstieg von Links: Verlinken Domains oder Class-C-Netze vermehrt auf eine Webseite, kann das auch auf einen Missbrauch deuten.

4. Verdächtige Ankertexte und „Money-Keywords“: Gibt ein Angreifer sich weniger Mühe werden Ankertexte mit Begriffen aus dem PPC-Segment (Porn, Pills, Casino) eingesetzt. Ein Anstieg von kommerziellen Money-Keywords weißt dabei auf eine professionellere Attacke hin.

5. Links aus fragwürdigem Umfeld: Nimmt der Anteil der Quelldomains zu, die nicht in das Themenfeld passen, kann das ebenfalls ein Indiz sein. 

 

So können Sie sich schützen

Um einem Negative-SEO-Angriff vorzubeugen ist neben einer kontinuierlichen On- und OffPage-Optimierung eine Art Frühwarnsystem eine empfohlene Maßnahme. Diese beinhaltet die  Überwachung der genannten Indikatoren mittels eines professionellen SEO-Tools. Generell ist hier der Einsatz der Google Search Console (ehemals Webmaster-Tools) empfehlenswert. Funktionen wie E-Mail-Benachrichtigungen und „Links to your Site“ sollte man nicht außer Acht lassen.

Sollte man von einem OffPage-Angriff betroffen sein, kann man von dem Opens external link in new windowGoogle Disavow-Tool Gebrauch machen. Es bietet Webmastern die Möglichkeit, eingehende Links zu melden und zu entwerten. Die Effektivität dieses Werkzeuges wird jedoch stark kritisiert, denn die entwerteten Links bleiben im Netz bestehen und werden von den SEO-Tools weiterhin zur Beurteilung herangezogen.

 

Fazit

Vor allem Unternehmen, die sich in einem wettbewerbsstarken Umfeld bewegen, sollten das Thema Negative SEO weiter im Auge behalten. Mit Hilfe detaillierter SEO-Analysen sollten Unternehmen immer über ihre aktuelle Sichtbarkeit Bescheid wissen und potentielle Schwachstellen im Voraus erkennen und beheben. Für Google wird es in Zukunft sicherlich eine große Herausforderung werden, die Menge an Daten und Signalen so zu verarbeiten, dass ein Angriff ausgeschlossen werden kann.

Quellen

Website Boosting, Nr. 18/2013, S. 20 ff.

Opens external link in new windowt3n.de/news/negative-seo-fragen-antworten-439270/

 

 

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, sind wir gerne für Sie da.

Tel. : +49 781 919369-0 oder info@avenit.de

 

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BloggerSandra Brose

Sandra hat Medien und Informationswesen (B.Sc.) und Medien und Kommunikation (M.Sc.) an der Hochschule Offenburg studiert und leitete den Bereich Online-Marketing bei der avenit AG bis Ende 2015.



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