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Die 8 Top Trends auf der CeBIT 2013

Shareconomy – die Ökonomie des Teilens. So lautete das diesjährige Leitthema der CeBIT. Neben dieser Innovation bestimmten sieben weitere Trends das Centrum für Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation (CeBit). Das weltweit führende Hightech-Event zur Darstellung digitaler Lösungen aus der Hightech-Industrie findet seit 1986 jedes Frühjahr auf dem Messegelände Hannover statt.

1.    Mobile Geräte als Alleskönner

Drei Viertel aller CeBIT-Aussteller präsentierten Produkte rund um mobile Endgeräte. Immer mehr Dinge des täglichen Lebens sind mit dem richtigen Zubehör und der richtigen Software steuerbar. So entwickelte das Fraunhofer SIT (www.sit.fraunhofer.de) beispielsweise ein System zum Aufschließen von Türen mit Share Key. Mit diesem können mittels Smartphone ganz einfach Türen für Autos, Hotelzimmer und Büros geöffnet werden. Bei der Bremer Heimstiftung (www.bremer-heimstiftung.de) werden Tablet-PCs zu Pflegeassistenten der Bewohner. Auf einer personalisierten Plattform können die Senioren ab 2015 ihr individuelles Wochenprogramm an Aktivitäten zusammenstellen. Eine App für Gedächtnistraining hält die Senioren zusätzlich geistig fit.
Nicht nur in den Anwendungen gibt es Innovationen zu beobachten, auch die Geräte selbst entwickeln sich weiter. Das Phablet schließt die Lücke zwischen Smartphone und Tablet in Bezug auf die Größe. Polytron Technologies stellt das erste durchsichtige Smartphone vor und das neueste Gerät von Yota Devices hat vorne ein LCD-Touchscreen und auf der Rückseite ein E-Paper-Display.

2.    Fashion Electronics

Hardware zum Anziehen, Umhängen und Aufsetzen ist noch ein Nischenthema und trotzdem einer der wichtigsten Trends dieses Jahres. Die B2B-Vermarktungsplattform Wearable Technologies und ihre Partner stellen technische Accessoires für die Bereiche Lifestyle, Gaming, Sport und Gesundheit vor.
Gespannt ist die Branche bereits auf Googles Datenbrille Project Glass und dem smarten Armbandcomputer  iWatch, den Apple Gerüchten zufolge plane. Beide Unternehmen werden voraussichtlich Treiber dieses Wirtschaftszweigs werden. Das Marktforschungsunternehmen ABI Research prognostiziert ein Marktwachstum für anziehbare Endgeräte auf rund 485 Millionen verkaufte Geräte pro Jahr bis 2018.

3.    Shareconomy

In der zukünftigen Gesellschaft wird Nutzen wichtiger sein als Besitz. Davon ist der Hamburger Trendforscher Peter Wippermann fest überzeugt. Eine Repräsentativbefragung von TNS Emnid und der Leuphana Universität Lüneburg stellte heraus, dass sich bereits jeder zweite Deutsche (55 Prozent) zu der "Sharing Economy" zählt.
Von Carsharing über Werkzeugverleih, Foodsharing, Open-Source-Software und Creative Commons haben sich bereits viele Möglichkeiten etabliert. Nun steigt auch in Unternehmen weiterer Branchen die Nachfrage. Mietmodelle für Medieninhalte, die gestreamt statt heruntergeladen werden, Rechenleistung, die per Klick im Netz ausgebaut wird, Serverkapazitäten, die ausgelagert werden, sind die neuesten Trends.

4.    Internet of Everything

Das „Internet der Dinge“ wird zur Vergangenheit – immer weiter entwickelt sich das „Internet of Everything“. Die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation rücke in den Hintergrund, im Vordergrund stünden die Menschen und die Daten, erläutert Bernd Heinrichs von Cisco.
Ein Beispiel für diese Entwicklung ist der OP der Zukunft des Fraunhofer Instituts, bei dem bereits während eines Rettungseinsatzes das EKG des Patienten aus dem Rettungswagen automatisch an die nächstliegende Klinik übermittelt wird. So können der Herzspezialist und das Herzkatheterteam sich optimal auf den Patienten einstellen und alles vorbereiten bis der Patient eintrifft. Ein Überwachungssystem stellt auf Basis der Gestenerkennung von Microsoft  Kinect im OP sicher, dass die Person nicht verwechselt, falsch behandelt oder an der falschen Stelle operiert wird.

5.    Smart Home

Europa bildet den international am schnellsten wachsenden, regionalen Markt für Hausautomationslösungen. Vor allem im Zusammenhang mit der Energieeinsparung gewann die Thematik an Bedeutung.  Mehr Komfort ist aber auch im Gesundheitsbereich, beispielsweise bei der Pflege alter und kranker Menschen interessant. Bereits zwei Drittel aller Haushalte mit Online-Anbindung in Deutschland interessieren sich, laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Capgemini Consulting, für die vernetzte Haussteuerung. Experten schätzen, dass im Jahr 2020 die Hälfte mit mindestens einer smarten Anwendung ausgestattet sein könnte.  Doch bevor der große Durchbruch gelingt, muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. Nach Ergebnissen der Capgemini-Umfrage ist 60 Prozent der Haushalte der Begriff „Smart-Home-Lösung“ völlig fremd.

6.    Social Business

Interne Unternehmenskommunikation muss schneller und einfacher werden. Der E-Mail-Verkehr soll in Unternehmen zukünftig Geschichte sein. Wie Kollaborations-Tools und soziale Medien die Unternehmenskommunikation revolutionieren, zeigt der IT-Dienstleister Atos den Besuchern der CeBIT. Über Social Media oder andere Kommunikationstools lässt sich auch die Interaktion zwischen örtlich getrennten Mitarbeitern aufrechterhalten, die beispielsweise von Zuhause aus arbeiten oder auf Geschäftsreise sind.

Eine Studie von IBM zeigt, dass in vielen Unternehmen hinsichtlich dieser Thematik noch einiges zu tun ist. Fast drei Viertel der Befragten sehen sich noch nicht ausreichend für den kulturellen Wandel in ein Social Business vorbereitet. 62 Prozent planen dennoch, ihre Social-Business-Ausgaben über die nächsten drei Jahre zu steigern.

7.    E-Government

Das Thema E-Government war zwar bereits auf der CeBIT vertreten, rückt aber auf Grund einer bald neuen Gesetzesverabschiedung verstärkt in den Fokus. Unter diesen Begriff fällt die Abwicklung aller Prozesse im Zusammenhang mit der öffentlichen Verwaltung mit Unterstützung von Informations- und Kommunikationstechniken über elektronische Medien.
Laut einer Umfrage von SAS Deutschland sind 29 Prozent der Bürger mit dem bestehenden Online-Angebot zum Kontaktieren der Ämter und Behörden unzufrieden. Lediglich 45 Prozent, also nicht einmal die Hälfte der Internetnutzer nehmen E-Government-Angebote wahr.
Bis sich die neuen Technologien auf beiden Seiten durchgesetzt haben, wird es noch einige Zeit dauern. Bedeutend ist, dass die Strategien deutschlandweit einheitlich angegangen werden. Die Plattform Govapps macht den ersten Schritt und bietet zahlreiche Apps, die von staatlichen Stellen bereitgestellt werden.

8.    Big Data

International nimmt das Thema Big Data immer mehr an Fahrt auf. Auch in Deutschland stehen Unternehmen aller Branchen vor der Herausforderung, dass sie immer größere Datenmengen speichern, verwalten und analysieren müssen, um sie für ihre Geschäftsprozesse optimal verwerten zu können. Die Studie Big Data Survey Europe von dem Barc-Institut und pmone besagt unter anderem, dass in Zukunft immer mehr professionelle Big-Data-Tools gefragt sein werden.
36 Prozent der Unternehmen planen den Einsatz von speziellen Big-Data-Werkzeugen - unter anderem von analytischen Datenbanken. Doch nicht nur große Unternehmen erkennen darin den Erfolgsfaktor, auch in kleinen (38 Prozent) und mittelgroßen (41 Prozent) Unternehmen wird ausgebaut und investiert. Die Umfrage zeigt außerdem, dass das Thema Big Data beim Management an Bedeutung gewonnen hat. Für Anbieter in diesem Bereich bedeutet das viel Potenzial.


Fazit:

Jedes Jahr sind wir erneut verblüfft von den zahlreichen neuen Technologien. Bis sie eines Tages völlig selbstverständlich in unserem Alltag vorkommen. Wir sind gespannt, wie sich diese Innovationen weiterentwickeln werden und welche raffinierten Erfindungen die Zukunft sonst noch mit sich bringt…

Quelle

www.ibusiness.de

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BloggerSandra Brose

Sandra hat Medien und Informationswesen (B.Sc.) und Medien und Kommunikation (M.Sc.) an der Hochschule Offenburg studiert und leitete den Bereich Online-Marketing bei der avenit AG bis Ende 2015.



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