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Google Analytics Konferenz im Schloss Schönbrunn in Wien – unser persönliches Fazit

Social Tracking, Multi-Channel-Analyse und Google Analytics Premium – dies waren nur einige der Themen der zweiten europäischen Google Analytics Konferenz in Wien. Da wir die Konferenz dieses Jahr zu dritt besuchen durften, ergab sich für uns die Möglichkeit, dass wir an sehr vielen der insgesamt 21 Sessions teilnehmen konnten.
Stefan Schnabl von Google London vermittelte mit seiner Keynote „Maximize your value“ einen ersten Einstieg in das Thema. Grundgedanke war die Erfolgsmessung und Steuerung mit Hilfe valider Daten der Webanalyse. Eine Studie von Google aus diesem Jahr zeigt, dass dies in der heutigen Zeit in vielen Unternehmen noch nicht der Fall ist: Nur sechs der hundert befragten Unternehmen treffen Entscheidungen auf Basis zuvor erhobener Webanalyse-Daten.  

Social Tracking

Nach der Einführung nutzte ich die Gelegenheit dem Vertreter von Google bei seinem Vortrag „Measuring the value of social media with Google Analytics“ zuzuhören. Dieser bestätigte meine Meinung, dass Google Analytics bereits sehr viele Möglichkeiten im Bereich der sozialen Messung bietet. Besonders interessant scheint der Activity Stream zu sein, bei dem ziemlich genau nachvollzogen werden kann, welche Personen welche Inhalte in Netzwerken geteilt, empfohlen oder mit +1 versehen haben. Allerdings ist das nur möglich für Netzwerke, die Teil des Social Hubs sind. Hier gehört natürlich Google+ dazu, aber kein Twitter oder Facebook. Momentan sind insgesamt 21 verschiedene soziale Medien im Social Hub von Google Analytics und man kann natürlich davon ausgehen, dass dies immer weiter ausgebaut wird. Mehr Informationen hierzu findet man auf der Seite von Google Analytics.

Google AdWords – Multi-Channel

Der Frage, warum Google Analytics so wichtig für die Erfolgsmessung von AdWords ist, nahm sich Thomas Sommeregger (elements.at) an. Zwar bietet Google AdWords die Möglichkeit, generelle Conversions zu messen, trotzdem lohnt sich der Einsatz von Google Analytics, da hierdurch detailliertere Analysen vorgenommen werden können. Anwendungsbeispiele sind zum Beispiel der Vergleich der Besuchsdauer verschiedener Kampagnen oder die Analyse nach Tageszeiten. An dieser Stelle betonte Sommeregger die Bedeutsamkeit der Multi-Channel-Analyse, da vorbereitende Conversions bei der Erfolgsbetrachtung ebenfalls eine sehr wichtige Rolle spielen müssen. Auch im Bereich der Multi-Channel-Analyse hat sich bei Google Analytics einiges getan: Mit Hilfe der Multi-Channel-Funnels werden nun nicht nur Daten über die „last action“ erhoben, sondern auch über die Schritte davor. Dies bietet dem Marketing den Vorteil, dass die verschiedenen Kanäle effizienter und valider bewertet und daraufhin die Budgets verteilt werden können. Ein Manko ist allerdings die Voraussetzung, dass die Conversion innerhalb von 30 Tagen und jeweils im selben Browser vollzogen werden muss.

Google Tag Manager

Erst Anfang diesen Monats hat Google den Tag Manager vorgestellt. So durfte dieses Thema bei der Analytics Konferenz natürlich nicht fehlen. Der Google Tag Manager bietet die Möglichkeit, JavaScript-Snippets (Tags) einzubinden, ohne den Code zu verändern. Dies ist von Vorteil, da der oft zeitaufwändige Prozess der IT nicht vollständig durchlaufen werden muss. Als weitere positive Aspekte nennt Thomas Tauchner, Referent von e-dialog, die IT-Sicherheit, der schlankere Code und die einfache Nutzung, bei der es keiner tiefen Programmierkenntnisse bedarf. 

Google Analytics Premium

Dieses Thema stand auf unserer Wunschliste ganz oben: Google Analytics Premium for Enterprises. Die kostenpflichtige Version von Google Analytics ist für einen stolzen Preis von 105 000 Euro jährlich in Deutschland verfügbar – dafür bietet sie eine Handvoll Features, die sicher für einige Unternehmen interessant sind: Die Datenaktualität liegt im Gegensatz zur kostenfreien Version (ca. 24h) bei 4 Stunden. Höhere Datenlimits, mehr Rechenleistung und garantierter Support sind sicher für sehr große Webseiten mit vielen Zugriffen und komplexen Funktionen attraktiv. Bis zu 50 individuelle Variablen können definiert werden, ebenso ist ein feineres Rechte-Management möglich. Die Anzahl der möglichen Profile wurde von 50 auf 100 angehoben. Siegfried Stepke von e-dialog empfiehlt diesen Dienst allerdings nur für Unternehmen mit mehr als 10 Millionen Requests im Monat und einer benötigten Garantie der Daten.

Fazit

Die Google Analytics Konferenz im Schloss Schönbrunn in Wien bestach nicht nur durch das stilvolle Ambiente, sondern auch durch die vielfältigen informativen Sessions. Somit fällt unser abschließendes Fazit sehr positiv aus, da (wie erhofft) Spezialwissen vermittelt wurde und wir so neue Ideen und Anregungen erhalten haben, die wir im Alltag für unsere Kunden umsetzen können.

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BloggerSandra Brose

Sandra hat Medien und Informationswesen (B.Sc.) und Medien und Kommunikation (M.Sc.) an der Hochschule Offenburg studiert und leitete den Bereich Online-Marketing bei der avenit AG bis Ende 2015.



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