niehaus wirefframe

Niehaus-Wireframe-Technik

Die aus den USA von der Designerin Sandra Niehaus stammende Niehaus-Wireframe-Technik, bietet neue Methoden zur Konversionsoptimierung von Webseiten und findet zwischenzeitlich sowohl im Bereich Relaunch, als auch in der Neukonzeption von Shops Verwendung.
Normale Wireframes seien laut Sandra Niehaus zwar effizient bezogen auf die Orientierung und der Contentstrukturierung, allerdings hätten diese große Defizite bezüglich Fokus, Relevanz und Konversion. Da das strukturelle Maß allein jedoch nicht ausreicht, ist die neue konversionsstrategische Komponente absolut notwendig.

Wireframes als konversionsstrategische Komponente

Da bei dieser strategischen Komponente die Zielgruppen- und Objektrelevanz, sowie die inhaltliche und strukturelle Ordnung zu beachten sind, kann hieraus ein dreistufiges Wireframing angelegt werden:

•    Stufe 1: Zielgruppen-Pareto-Wireframes erstellen
•    Stufe 2: Niehaus-Wireframes anlegen
•    Stufe 3: Storyboard-Wireframe anlegen

1. Stufe: Erstellung eines Zielgruppen-Pareto-Wireframes

Nach dem Paretoprinzip reicht ein Einsatz von 20 Prozent aller Lösungen, um 80 Prozent der Ergebnisse zu erzielen, weshalb der Effekt auch 80-zu-20 Regel genannt wird.

Für Wireframes bedeutet das, dass bereits definierte Zielgruppen verwendet werden, um den kompletten Content-Bedarf, Tools, Navi-Elemente, etc. eines jeden Systemtemplates grob zu entwerfen.
Den Zielgruppen werden hierfür zunächst Wertschöpfungspotentiale zugewiesen, anschließend erfolgt eine entsprechende Relevanzwertzuordnung aller Personas.
Hier zeigt sich deutlich welche Tools für die entsprechend Zielgruppen tatsächlich relevant sind – alle unnötigen Elemente können bereits nach dieser Stufe eliminiert werden. Da nicht für alle Elemente Platz eingeräumt werden kann und Prioritäten gesetzt werden müssen, ist es Aufgabe der Konzeptioner, Gestalter und Strategen Produktvielfalt, Darstellungsqualität und Zielgruppen-Clustering aufeinander abzuwägen.
Unabhängig von ihrer Relevanz jedoch, gibt es einige Pflichtlemente, wie beispielsweise den Impressum-Link oder verschiedene SEO-Elemente, die zwingend einzusetzen sind.

2. Stufe: Erstellung eines Relevanz-Niehaus-Wireframes

Ziel der Niehaus-Wireframes ist eine Betrachtung der wesentlichen Elemente hervorzurufen. Um dies zu erzielen, wird jedes Seiten-Element entsprechend seiner Relevanz in Graustufen unterteilt – je dunkler der Grauton, desto höher die Relevanz. Idealerweise werden dafür vier Graustufen verwendet, wobei mit jeder Graustufe die Gesamtfläche aller Elemente mit diesem Aufmerksamkeitswert abnehmen sollte.

Die Aufteilung bleibt dabei jedoch abhängig von den vorangegangen Zielgruppenanalysen sowie den Seitentypen.
Das Resultat nach diesem Schritt ist schließlich ein Wireframe, das sich aus unterschiedlichen grauen Flächen zusammensetzt.

3. Stufe: Übertragung der Wireframes in ein finales Storyboard-Wireframe

Beim Storyboard-Wireframe handelt es sich letztlich um das bekannte Wireframe: ein bereits detailliert ausgearbeiteter Prototyp der späteren Website.

In dieser Stufe erfolgt nun der Test des strategischen Parts mit dem echten Content und den zuvor gewonnen Erkenntnissen. Ferner werden dann Details final ausgearbeitet und optimiert.

Fazit

Mit Hilfe des Niehaus-Wireframe-Konzeptes kann die Lücke zwischen den Bedürfnissen und den Gewichtungen der Zielgruppe gefüllt werden. Der Fokus bleibt hierdurch stets auf dem User - nicht auf den unzähligen möglichen Funktionen und Tools die eingesetzt werden könnten, für die Zielgruppe aber nur unnötige Tools repräsentieren.

Das Konzept eignet sich daher optimal für Neukonzeptionen, aber auch für eigenständige Landingpages und Relaunches.

 

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, sind wir gerne für Sie da. Tel. : +49 781 919369-0 oder info@avenit.de

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BloggerChristian Seifert

Christian ist Gründer und CEO der avenit AG. Seit über 18 Jahren begeistert er seine Kunden mit erfolgreichen Internetlösungen. Als Internetexperte, u.a. für die Haufe Akademie, ist er außerdem in ganz Deutschland unterwegs und hält Vorträge zu Themen wie Internet in China, Social Media, Suchmaschinen-Marketing und mobile Webseiten.


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